Zeit in Geographischen Informationssystemen

Und um was geht's denn hier ?


Auf den folgenden Seiten soll es um das Thema "Wie kann man Veränderungen im zeitlichen Verlauf abbilden" - und zwar mit einem Fokus auf räumliche Daten. In der Regel hat man Änderungen eigentlich immer, wenn man mit Daten umgeht, aber nur in spezifischen Anwendungsfällen ist man tatsächlich an den Änderungen selbst interessiert und begnügt sich nicht nur mit dem aktuellsten Stand.

 

Ein Scheunen-Fund ...


Konkreter Auslöser zum Erstellen dieser Seiten war eine Suchaktion in unserer Scheune, bei der ich über meine Diplomarbeit von 1999 gestolpert bin. Ziemlich verstaubt und schon ewig nicht in den Fingern gehabt erinnerte ich mich wieder an die ganzen Mühen und die Energie, die ich damals in diese Arbeit gesteckt hatte - und jetzt rennen nachts die Marder und Katzen darauf herum ... Und als gewissenhafter Mensch hatte ich auch irgendwann eine Datensicherung vom Dokument gemacht, die sich auch noch zum Teil auslesen ließ - und los mit dem Recycling ! Die Idee zu dieser Seite entsprang also keinem Rat eines Therapeuten zur Biografie-Arbeit, sondern einfach dem Kitzel, dieses Software-Thema wieder aufzugreifen, und dem halb-akademischen Ansatz der Diplomarbeit eine praxisorientierte Recherche folgen zu lassen - wie wird das heute in konkreten System gelöst unter realen Randbedingungen ? Um welche Anwendungen handelt es sich dabei ? Gibt es Standards ? Und das ganze natürlich schwerpunktmässig mit der Entwickler-Brille (leider keine dieser dicken, hippen schwarzen Nerd-Brillen - meine altersbedingte Lesebrille kommt bescheidener daher).

 

Vergangenheitsbewältigung für Software-Entwickler ...


Seit dieser Diplomarbeit sind ein paar Jahre vergangen, die ich beruflich als Software-Entwickler zugebracht habe und in denen ich schnell lernen mußte (durfte ?), dass reale Software-Entwicklung mehr ist als Abstraktionen, Algorithmen, Modellfunktionen und Paradigmen; da gibt es auch Projektpläne, Controlling-Listen, Budgets, Projektleiter am Rande des Nervenzusammenbruchs (durchaus auch auf beiden Seiten des Randes), nächtliche Bugfixing-Sessions, Performance-Tuning, die hohe Kunst der stundengenauen Aufwandsschätzung mit Wischiwaschi-Requirements - und: viel Pizza ! Aber trotz des ganzen Business-Theaters (das aber grundsätzlich notwendiger Bestandteil ist für's monatliche Gehalt) bleibt beim Software-Stricken die Faszination aus alten Lego-Tagen: wie gehe ich es an, wie kann ich Use-Cases und Begriffe des Anwenders abstrahieren, welche Komponenten kann ich dazu verwenden und wie baue ich das ganze zusammen, so dass es hält und hinten was Tolles bei rauskommt ?


Deshalb im Folgenden meine alte Diplomarbeit in einer aktuell kommentierten Fassung - wenn ein Schüler oder Studi was für eine Hausarbeit daraus ziehen kann würde mich das freuen - nicht alles überholt sich in 15 Jahren, selbst in der Informatik nicht ... Die Beiträge zu aktuellen Realisierungen werden hoffentlich nacheinander reintröpfeln, so wie mir Job, Familie und ein altes Fachwerk-Haus Zeit lassen. Feedback, Hinweise und Links sind ausdrücklich erwünscht - s. Kontaktseite.


© 2014 Zeit in Geografischen Informationssystemen (GIS), Frank Hellwich